Projekt Kitzrettung: 30 Helfer beim dritten Projekttreffen

Weit über den Vogelsberg hinaus hat das „Projekt Kitzrettung“ inzwischen seine Kreise gezogen, wie beim dritten Treffen der Gruppe im Lauterbacher Posthotel Johannesberg zu bemerken war. Fast dreißig Leute konnte Hans-Ullrich Weidner, Vorsitzender der Jägervereinigung Lauterbach und treibende Kraft beim Kitzrettungsprojekt, begrüßen. Tierschützer, Jäger und Landwirte waren zu fast gleichen Teilen vertreten und verfolgten das gleiche Ziel: Das grausame „Ausmähen“ von Rehkitzen, aber auch anderen Tieren wie Junghasen und Bodenbrütern, zu verhindern, wo es nur geht.

 

Einzelheiten zu dem Treffen lesen Sie  h i e r

 


 

Jagdvereine: Peta sollte besser schweigen

Jäger investieren viel Geld und Zeit in aktiven Natur- und Tierschutz

Angesichts der erneuten Verunglimpfungen und falschen Unterstellungen der so genannten Tierschutzorganisation Peta anlässlich der Messe „Jagen, Reiten Fischen, Offroad“ in Alsfeld haben sich der Vorsitzende des Jagdvereins Alsfeld, Mario Döweling und der Vorsitzende der Jägervereinigung Lauterbach, Hans-Ulrich Weidner, zu Wort gemeldet. „Jedes Jahr die gleiche Leier: Peta beschimpft und diffamiert die Jagd als Hobbyvergnügen und bestreitet die Notwendigkeit einer Jagdausübung in Deutschland. Angesichts der Akzeptanz einer notwendigen Regulierung der Wildbestände, der Bemühungen der Jägerschaft im Naturschutz und der Jagd als Grundlage zur Erzeugung hochwertiger Lebensmittel, sollten sie besser schweigen“, so Döweling und Weidner.

Gerade die aktuelle Problematik der Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest zeige sehr deutlich, dass es ohne eine Reduktion des Wildschweinbestandes durch die Jägerschaft nicht gehe. Hier übernähmen die Jägerinnen und Jäger nicht nur die Reduktion des Bestandes, sondern auch die Seuchenüberwachung durch das Entnehmen von Blutproben bei erlegten und aufgefundenen Wildschweinen. So habe bisher erfolgreich der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland verhindert werden können.

„Die Jägerschaft hier als Hobbytöter zu beschimpfen ist eine Unverschämtheit und ignoriert den Aufwand, der von den Jägerinnen und Jägern unentgeltlich und in der Tat in ihrer Freizeit erbracht wird“, so Döweling und Weidner.

Jägerinnen und Jäger würden zum Teil erhebliche finanzielle Mittel und viel Zeit für den Natur- und Tierschutz aufwenden. So seien auch die erfolgreichen Aktionen zur Rettung von Rehkitzen bei der Frühjahrsmahd der Wiesen und das Anbringen von tausenden Wildwarnreflektoren entlang der Vogelsberger Straßen zu nennen, die man im Übrigen in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Unterer Vogelsberg durchgeführt habe.

„Während die so genannten Tierschützer von Peta nur Beleidigungen und Unwahrheiten im Programm haben, betreiben die Jägerinnen und Jäger im Vogelsbergkreis jeden Tag aktiven Natur- und Tierschutz“, erklärten Mario Döweling und Hans-Ulrich Weidner.


 

Kleine Nachhilfstunde für die "Fans" des Wolfes

Zum Teil wenig nachvollziehbare "Blüten" treibt die Euphorie, mit der von bestimmten Seiten die Wiedereinbürgerung, zumindest aber die Tolerierung des Wolfs in unserer Kulturlandschaft begrüßt wird. Unabhängig von der Frage, ob mit der Zunahme der Wolfspopulationen die Existenz von Tierzüchtern gefährdet wird, wie elend gerissene Tiere verenden oder ob der Wolf auch Menschen gefährlich werden wird - und das wird er auf jeden Fall! - wird jeder dokumentierte Wolf bejubelt und glorifiziert.

Echte Tierschützer und vor allem Experten, aber auch Menschen, die über einen gesunden Menschen-Verstand verfügen, wagen kaum noch, gegen den Irrsinn dieser Jubelkampagne zu argumentieren. Der Wolf ist scheinbar "in".

Einfaches Rechenbeispiel

Weil manchesmal Euphorie und vielleicht auch Verblendung rationale Fähigkeiten einschränken, ist nebenstehend ein ganz einfaches Rechenbeispiel zur Zunahme und Regulierung der Wolfbestände abgebildet. Der Anspruch an die mathematischen Fähigkeiten ist ausgesprochen gering. Dass es von der genannten Klientel verstanden werden wird, bleibt dennoch zu bezweifeln.

Hoffen wir gemeinsam, dass es auch in Deutschland durch Wölfe nicht zu Opfern unter der Bevölkerung kommt. Von Wölfen gerissene Schafe, Kühe, Kälber oder Hunde scheinen für die oben genannte Klientel ja nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.


 

 

Gedanken zum Jahreswechsel

Liebe Jagdfreunde!

Nur wenige Tage noch, dann ist das Jahr 2017 Geschichte. Anlass genug, einen Moment innezuhalten und über die vergangenen zwölf Monate zu sinnieren.

Sicherlich kommen Ihnen dabei viele schöne jagdliche Momente in Erinnerung. Erfolgreiche Sauenansitze beispielsweise. Oder der von vielen Jagdfreunden noch immer mit Spannung erwartete Aufgang der Bockjagd. Die Freude, wenn ein mehrfach bestätigter Trophäenträger dann auf der Strecke liegt. Nicht zuletzt gelungene Drückjagden mit gutem Ergebnis.

Und dann gibt es den Rückblick auf den Teil unserer gemeinsamen Passion, der weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit stattfindet. Ich denke an das Anlegen von Wildäsungsflächen, die Schaffung von Rückzugräumen in unserer immer stärker von wachsendem Freizeitdruck geprägten Landschaft und vieles mehr. Dinge eben, die wir Jäger für unsere Natur einfach tun, weil sie notwendig sind und weil sie Sinn ergeben.

Engagement ohne große Worte

Das alles ohne großes „Brimbamborium“. Ärmel hochkrempeln und anpacken, lautet unsere Devise. Viele selbsternannte Naturschützer gehen freilich anders vor. Da werden in den unterschiedlichen Medien Artikel und Stellungnahmen veröffentlicht, über deren Inhalt wir als die tatsächlichen Experten nur schmunzeln, oder, je nach Bedarf und Ernsthaftigkeit, nur staunen und uns ärgern können.

Lassen Sie mich als aktuelles Beispiel den „Hype“ um die Wiedereinbürgerung des Wolfes nennen. Uns allen ist klar, welche Folgen die flächendeckende Rückkehr des Wolfes haben wird.  Viehzüchter, denen die Existenzgrundlage genommen wird oder Tiere, die nach dem Riss elend verenden. Und natürlich hoffe ich sehr, dass durch den Wolf keine Menschen zu schaden kommen werden – wohl wissend, dass es sich hier um eine trügerische Hoffnung handelt.

Zu glauben, „unsere“ Wölfe hätten Scheu vor dem Menschen, wird sich vermutlich als Irrtum herausstellen. In der letzten Konsequenz werden es wieder wir als Jäger sein, die die Situation richten sollen. Heute feindet man uns noch an, wenn wir ein vernünftiges Wolfsmanagement mit dem notwendigen Eingriff in den Bestand fordern. Spätestens übermorgen wird man uns zur Hilfe rufen, wenn die dann möglicherweise überbordenden Bestände kaum noch zu regulieren sein werden.

Phantastereien selbsternannter Tier- und Naturschützer

Beispiele für die Folgen fehlgeleiteter (Nicht-)Eingriffe in Bestände gibt es dabei genug. Denken wir an das, was Rabenvögel anrichten. Oder daran, wie „unser Freund“, der Waschbär, der Fauna schadet. Wenn man dann von Phantasten hört, die Gelege von Bodenbrütern sollten per Elektrozaun vor dem Räuber geschützt werden, muss man zwangsläufig am Intellekt dieser Klientel zweifeln. Gleiches gilt für die Ideen, Baumstämme mit einem Kranz, der die Waschbären am hochklettern hindert zu versehen, oder die Waschbären einzufangen und zu kastrieren oder zu sterilisieren. Unfassbar!

Ich könnte jetzt mit der Jagdzeit auf den Fuchs fortfahren, das Entenmonitoring anführen oder die Hasentaxation als weitere sinnlose Beispiele politisch verordneten Handelns nennen. Das bloße Jammern hilft freilich nichts.

Die Landtagswahl als Chance nutzen

Wenn im nächsten Jahr Landtagswahlen stattfinden, sollte jeder von uns die Programme der Parteien genauestens studieren. Es gibt Politiker, die der Jagd mit ihren positiven Ausprägungsmerkmalen aufgeschlossen gegenüberstehen. Politiker, die genug Sachverstand besitzen, um den Irrsinn so mancher Verordnung zu erkennen und die gewillt sind, zu einem vernünftigen Management der Jagd zurückzukehren. Wer hindert uns daran, unser Kreuz auf dem Wahlzettel hinter die Namen dieser Kandidaten zu machen?

Bei all den Widrigkeiten, denen wir uns stellen müssen, dürfen wir eines nicht aus den Augen verlieren: Das ist die Freude, die wir aus unserem sinnvollen Handeln für Flora und Fauna schöpfen. Das ist die Gewissheit, dass wir es sind, die mit Augenmaß und Expertise den Lebensraum des Wildes weiterentwickeln. Das ist das Bewusstsein, dass das Wildbret, das wir den Verbrauchern liefern, unbelastet und frei von Hormonen und Antibiotika ist. Das sollen uns die selbsternannten Tier- und Naturschützer erst einmal nachmachen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2018 allzeit guten Anlauf und Waidmannsheil!

Ihr

Hans-Ullrich Weidner

Vorsitzender der Jaegervereingung Lauterbach


 

Rettende Wärme

Die Flugdrohne mit Wärmebildkamera kann Kitze vor dem Tod retten. Foto: Stock
TIERSCHUTZ Unterwegs mit dem „Kitzrettungsteam“ / Drohne sucht per Wärmebildkamera

HERBSTEIN - (gst). Der Name „Kitzrettungsteam“, macht mehr als deutlich, welche Aufgabe sich die Mitglieder gegeben haben, nämlich die Bewahrung von Rehkitzen vor dem Mähtod. Hier haben sich Jäger, Landwirte und Tierschützer im und um den Vogelsbergkreis zusammengefunden. Hans-Ullrich Weidner, Vorsitzender der Jägervereinigung Lauterbach und die Natur- und Tierschützerinnen Katharina Jacob aus Lauterbach sowie Barbara Bausch aus Birstein waren die Ideengeber.

Sind sind froh, dass sich noch Mitstreiter gefunden haben, um die kleinen Rehkitze vor dem sicheren Tod zu bewahren. Neue technische Möglichkeiten erleichtern die Suche nach den von den Muttertieren oftmals im hohen Gras abgelegten Rehkitzen. Hier kommen verstärkt Flugdrohnen mit einer Wärmebildkamera zum Einsatz.Hans-Ullrich Weidner sieht die neuen Möglichkeiten äußerst positiv, denn in der Vergangenheit gab es nur die Möglichkeit vor der Mahd, die Wiese nach Kitzen abzusuchen. „Du läufst durch die Wiese und merkst nicht, dass in einer Entfernung von eineinhalb Metern im Gras verborgen ein Rehkitz liegt.“

Wie solch ein Drohneneinsatz funktionieren kann, zeigte jetzt das Gelnhäuser Modellbauer-Ehepaar Anita und Jörg Fuchs. Sie haben schon Erfahrungen in ihrer Heimat gemacht und bei rund 200 Flügen mehr als 140 Kitze entdeckt und sie vor dem sicheren Tod bewahrt. Bei einer Vorführung in der Nähe von Rixfeld konnten rund 50 interessierte Personen erleben, wie die Kitzrettung mit moderner Technik funktioniert.

Mittels Fernsteuerung lässt Jörg Fuchs seine Drohne mit angebauter Wärmebildkamera aufsteigen. Seine Ehefrau verfolgt mittels spezieller Brille, die an die Steuerung angeschlossen ist, den Flug. Damit kann sich Jörg Fuchs voll auf die Steuerung des Fluggerätes konzentrieren und dem Team entgeht nicht die kleinste Wärmequelle.

„Wir finden alle Tiere ab einer Größe von einem Hasen“, so Jörg Fuchs. Einer der Beobachter interessiert sich für den Bereich, den die Kamera abdeckt und erfährt, dass die Fläche bei 20 mal 40 Metern liegt. „Um eine Fläche von zwei Hektar abzusuchen benötigen wir zwischen 20 und 30 Minuten“, so eine weitere Aussage vom Ehepaar Fuchs.

Hans-Ullrich Weidner erläutert, was mit einem „Findling“ passiert. Dieser wird dann kurz vor der Mahd in einen mit Gras ausgekleideten Karton gelegt. Wichtig ist dabei, dass Handschuhe getragen werden, um nicht den Menschengeruch auf das Kitz zu übertragen. Ansonsten lehnt die Mutter ihr Kind vielleicht ab. Danach wird es wieder auf der nunmehr gemähten Wiesenfläche ausgelegt und mit lauten Fiepen macht es dann die Mutter auf sich aufmerksam.

Ganz billig ist die Sache nicht. Rund 3800 Euro kostet das komplette Equipment. Damit ist es aber nicht getan, denn auch die Technik gilt es zu beherrschen und so ist dann noch eine entsprechende Ausbildung notwendig. "Auch hier sind wir behilflich", so Jörg Fuchs, denn er sieht keinen Sinn darin, erst eine weitere Anfahrtstrecke hinter sich bringen zu müssen. Denn die Suche sollte ja kurzfristig vor dem Mähen erfolgen, damit auch der gewünschte Erfolg eintritt.

Die Veranstaltung zeigte, dass das Interesse der Jägerschaft groß ist und sowohl von Jägern und Landwirten der Wunsch besteht, den Mähtod zukünftig zu verhindern. Übrigens – ein Rehkitz wurde nicht gefunden. Aber der Hund eines anwesenden Jägers, der als Übungsobjekt diente.


 

Homepage "Kitzrettung" am Start

Für alle Menschen, denen das Thema Kitzrettung am Herzen liegt, gibt es eine gute Nachricht: Die vorläufige Homepage zum Thema ist fertig. Sie heißt  "Kitzrettung-Hilfe", der URL ist wie folgt: https://kitzrettung-hilfe.de/

Bitte bedenken Sie, dass das bislang nur die "Baustellen"-Seite ist. Es gibt weder Inhalte - um die werben wir ja auf diesem Weg - noch andere Informationen außer " um was geht es, was ist hier im Entstehen und wohin kann man sich wenden?".

Mehr soll diese Seite erst einmal noch gar nicht können, aber es soll natürlich bei dieser Seite nicht bleiben – jetzt, liebe Jägerinnen und Jäger, liebe Landwirt(inn)en, liebe Tier- und Naturschützer/innen, sind Sie gefragt. Bitte teilen Sie uns mit, wie Sie helfen können.

Auch kleine Dinge, Gesten, Tipps, Infos können helfen. Ganz besonders wichtig ist die Bildung von „Rettungsteams“. Bitte tragen Sie sich auch dann ein, wenn Ihr Team schon steht!  Solche Trupps machen Schule, animieren andere dazu, sich ebenfalls einzubringen. Selbstverständlich darf auch jede/r krank werden oder verhindert sein – das soll niemanden daran hindern, grundsätzlich zum Retten, Informieren oder Helfen zur Verfügung zu stehen.

Diese Seite nun zu einer Internetseite zu machen, die ihren Zweck erfüllt, wird unsere gemeinsame Aufgabe des kommenden Jahres werden, um die herum wir ja Aktionen wir Schulunterricht zum Thema, Plakataktionen, Flyergestaltung etc. gerade aufbauen.

Auch die Gestaltung der Internetseite wird dann, wenn wir Inhalte haben, angepasst. Falls weitere Rückfragen kommen, kann diese Zusatzinformation gerne weitergeleitet werden.

Viele Grüße
Barbara Bausch, Katharina Jacob, Hans-Ullrich Weidner und Steffen Schäfer


 

Tolle Jagdreisen nach Ungarn

Sie haben Interesse an der Hirschjagd in Ungarn? Dann hat unser Vereinsmitglied Gerhard Erb, gleichzeitig Unterstützer unseres Vereins und Inhaber der Agentur Jagd-Passion, tolle Angebote für Sie.

Weitab vom jagdlichen „Massentourismus“ manch eines großen Jagdreiseveranstalters bietet Gerhard Erb individuelle und unvergessliche Jagderlebnisse.

Nähere Informationen zur Hirschjagd in Ungarn und zur Kooperation mit der Jagdagentur Jagd-Passion finden Sie  h i e r

 

 

 


 

 

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