Hegegemeinschaft Schlitzerland

 

1. Vorsitzender:

Heinrich Tresser
Am Weinberg 3
36110 Schlitz
Tel.: 06642/10 44
Mail: h.tresser(a)t-online.de

Rehwildsachkundiger:

Dietmar Klose
Tel.: 06642/57 56

2. Vorsitzender:

Martin Puthz 
Memelstr. 7
36110 Schlitz
Tel.: 0173/2864229
Mail: martin.puthz(a)web.de

Die Hegegemeinschaft Schlitzerland umfasst eine Gesamtjagdfläche von 12.715 Hektar. Davon
entfallen 6.887 Hektar (54,2 %) auf Waldflächen sowie 5.827 Hektar auf Feldflächen. Zum Gebiet
gehören 20 Eigenjagdbezirke und 17 gemeinschaftliche Jagdbezirke. Die großflächigen
Waldkomplexe des Michelsrombacher Waldes prägen den östlichen Teil des Gebietes, während in
den übrigen Bereichen strukturreiche Feld- und Mischreviere vorherrschen.

Zum Bereich der Hegegemeinschaft Schlitzerland gehören folgende Jagdbezirke (GJB = gemeinschaftlicher Jagdbezirk, EJB = Eigenjagdbezirk):

Name der Jagdbezirke:  
GJB Bernshausen-Nieder-StollGJB HartershausenGJB Hemmen
GJB HutzdorfGJB PfordtGJB Queck I
GJB Queck IIGJB RimbachGJB Sandlofs
GJB Jagdbogen Schlitz IGJB Jagdbogen Schlitz IIGJB Jagdbogen Schlitz III
GJB ÜllershausenGJB ÜtzhausenGJB Unter-Schwarz
GJB WillofsEJB BerngerodeEJB Eisenberg
EJB Rimpers EJB Quecker WaldEJB Wehnerts
EJB  Willofs NordEJB Michelsrombacher WaldEJB Sängersberg
EJB Pfordter Berg -NZF-EJB BernshausenEJB Seeberg
EJB FraurombachEJB HartershausenEJB Karlshof
EJB MühlbergEJB QueckEJB Richthof
EJB SandlofsEJB SeebergEJB Antoniusberg
EJB Buchrain--

 

Wofür die Hegegemeinschaft Schlitzerland steht

Öffentlicher Auftrag und Gemeinschaft

Die Hegegemeinschaft Schlitzerland steht für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Bewirtschaftung im Einklang mit Natur, Wild und Kulturlandschaft von Reh- und Schwarzwild auf einer waldreichen Revierflächen mit besonderen Wildvorkommen wie Muffel-, Sika und Rotwild.

Sie verbindet eine gewachsene jagdliche Tradition seit den 1920er-Jahren mit moderner Hege, Öffentlichkeitsarbeit und Engagement in der Jungwildrettung. 

Wildarten & Hege-Schwerpunkte

Als Standwild kommen Rehwild, Rotwild und Schwarzwild vor. Im nordöstlichen Bereich tritt zusätzlich Sikawild auf, das auf frühere Gatterausbrüche zurückzuführen ist. Der Höhenzug „Schilda“ bildet als Teil des Michelsrombacher Waldes einen Ausläufer des Rotwildgebiets „Gieseler Forst“. Im Bereich des Eisenbergs besteht ein Muffelwildvorkommen, dessen Ursprung in jagdlicher Auswilderung liegt. Die Bewirtschaftung erfolgt im Rahmen eines Muffelwildrings.

Im Fokus der Hegearbeit stehen insbesondere:

  • Rehwild
  • Raubwild (v. a. Fuchs)
  • Schwarzwild 
  • Rot- und Muffelwild (regional vorkommend)

Ziel ist es, gesunde und stabile Wildbestände zu erhalten sowie Wildschäden in Land- und Forstwirtschaft zu begrenzen.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Hegegemeischaft Schlitz zählt rund 150 Mitglieder. Neben
internen Veranstaltungen engagieren sich die Mitglieder insbesondere in der Öffentlichkeitsarbeit,
unter anderem beim Schlitzer Burgenfrühling und beim Tag der Vereine. Im Bereich der
Jungwildrettung wird Drohnentechnik eingesetzt. Mitglieder wirken als Ausbilder in Jungjägerkursen
mit. 

Historische Entwicklung

Die Anfänge des organisierten Jagdwesens im Schlitzerland reichen in die 1920er-Jahre zurück.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der Hegering Schlitz, der über Jahrzehnte von engagierten
Persönlichkeiten geprägt wurde. Bis in die späten 1970er-Jahre befand sich nahezu der gesamte
Wald im Besitz des Grafengeschlechts derer von Schlitz genannt von Görtz. Nach 1977 führten
umfangreiche Flächenverkäufe zu strukturellen Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen.
Besondere Bekanntheit erlangte das Gebiet um die Jahrhundertwende durch sein
Auerwildvorkommen. Der Bestand erlosch in den 1970er-Jahren vollständig. Der erste Rothirsch
wurde in den 1930er-Jahren erlegt. In den Nachkriegsjahren wurden zeitweise über 1.300 Stück
Schwarzwild jährlich gestreckt.