Walter Heuser entstammt einer alten Försterfamilie und wurde 1922 in Altenschlirf als Sohn des Riedeselschen Revierförsters Wilhelm Heuser geboren. Dort wuchs er auf und begann im Forstamt Eisenbach seine Forstlehre, die 1938 durch den Reichsarbeitsdienst unterbrochen wurde.
1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, geriet Ende 1943 als Leutnant der Panzertruppe in russische Gefangenschaft und wurde erst 1950 entlassen. Danach setzte er seine forstliche Ausbildung fort und legte1954 an der Forstschule in Schotten sein Staatsexamen und die Revierförsterprüfung ab und wurde 1958 zum Freiherrlich-Riedeselschen Revierförster ernannt.
Heuser wurde Leiter des Büros der Forstabteilung der Waldgesellschaft und leitete unter gleichzeitiger Ernennung zum Forstmeister von 1975 bis 1987 das Forstamt Ludwigseck im Kreis Hersfeld-Rotenburg.
Der Jägervereinigung gehörte er seit 1938 an und war lange Zeit im Vorstand tätig. Ab 1971 war er zunächst als stellvertretender Kreisjagdberater tätig und bekleidete das Ehrenamt bis 2000 für die Altkreise Lauterbach und Schotten.
Er war Gründungsmitglied der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Kreisgruppe Lauterbach, und des Lauterbacher Tierschutzvereins. In beiden Vereinen war er längere Zeit als Geschäftsführer tätig.
Gemeinsam mit Oberforstmeister Wulf Böhmcker gründete Heuser die Holzerzeugergemeinschaft Vogelsberg und wurde deren Geschäftsführer. Wegen seiner zahlreichen Ehrenämter wurde Heuser 1989 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Außerdem wurden ihm zahlreiche weitere Ehrungen, unter anderem des hessischen Landesjagdverbandes und des Deutschen Jagdschutzverbandes, zuteil. (alf)


