Zahlreiche Mitglieder, Neuwahlen, Ehrungen und musikalische Begleitung durch das Bläsercorps prägten die Versammlung am 6. Juni 2025
Lauterbach-Frischborn – Die Jägervereinigung Lauterbach e.V. hielt am Freitag, den 6. Juni 2025, ihre Jahreshauptversammlung für das Jagdjahr 2024 ab. Die Veranstaltung fand in der Turnhallengaststätte in Frischborn statt – der Saal war bestens gefüllt, und die Versammlung wurde von einer engagierten Mitgliederschaft getragen.
Jahresbericht und Vereinsentwicklung
In seinem Jahresbericht blickte Vorsitzender Ludwig auf ein aktives und forderndes Vereinsjahr zurück. Vorstandssitzungen fanden teilweise digital statt; außerdem wurde der Ausbildungsraum modernisiert und die Nutzungsvereinbarung mit dem Schützenverein überarbeitet.
Der monatliche Stammtisch mit konstant guter Beteiligung ist inzwischen fester Bestandteil des Vereinslebens. Auch Kontakte zur Politik wurden intensiv gepflegt – unter anderem in Gesprächen mit Vertretern aus Landesregierung und Landtag. Besonders erfreulich: Alle Abteilungen – inklusive Hundewesen – sind wieder aktiv und gut aufgestellt.
Zudem informierte Ludwig über Revier- und Streckenzahlen sowie über die Leistungen der Dachverbände DJV und LJV. Die Mitgliederentwicklung der letzten Jahre zeigt eine stabile Basis mit erfreulichem Zuwachs.
Berichte der Obleute
- Jagdliches Schießen:
Das Schießteam berichtete von einer erfolgreichen Durchführung des Pokalschießens, trotz eingeschränkter Schießzeiten. Künftige Termine wurden bekanntgegeben, darunter das Keiler- und Kipphasenschießen Ende August sowie ein 300-m-Schießen im November. Das nächste Pokalschießen ist bereits für Mai 2026 angesetzt.
- Bläsercorps:
Bläserobmann Thorsten Hugo berichtete von rund 30 Übungseinheiten und 20 Einsätzen im Jahr 2024 – u. a. bei Geburtstagen, Hochzeiten, Beerdigungen, Drückjagden und dem Jägertag. Am 14. November wird das Corps gemeinsam mit dem Parforcehorncorps Hoher Vogelsberg die Hubertusmesse in Stockhausen musikalisch gestalten.
- Hundewesen:
Obmann Jürgen Dietrich erläuterte, dass im vergangenen Jahr kein regulärer Kurs angeboten werden konnte, aber einzelne Grundlagentermine für neue Hundeführer stattfanden. Derzeit läuft ein Kurs mit zehn Teilnehmenden.
- Jungjägerausbildung:
Ausbildungsobmann Markus Wand berichtete, dass elf Teilnehmer den Kurs durchlaufen haben. Drei verschoben die Prüfung, zwei bestanden nicht. Besonders erfolgreich war ein offenes Anschuss-Seminar. Für den neuen Kurs ab Juli liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor.
- Kitzrettung:
Obmann Bernd Grunewald informierte, dass zwei Teams im Einsatz waren. Insgesamt konnten 22 Kitze gerettet werden. Die gesunkene Zahl im Vergleich zum Vorjahr liegt auch daran, dass Landwirte zunehmend selbst mit Drohnen vorsorglich tätig sind.
Finanzen und Vorstandswahlen
Die langjährige Geschäftsführerin Christine Pilz (über 14 Jahre im Amt) wurde mit einem Präsent und herzlichem Dank verabschiedet. Julian Gedig, der drei Jahre lang engagiert die Öffentlichkeitsarbeit verantwortete, konnte an der Versammlung leider nicht persönlich teilnehmen.
Beitragserhöhung
Aufgrund steigender Beiträge der übergeordneten Verbände beschloss die Versammlung, den Mitgliedsbeitrag ab 2026 maßvoll anzuheben, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Jägervereinigung weiterhin zu gewährleisten. Die Entscheidung fiel nach reger Diskussion mit großer Mehrheit.
Insgesamt nahmen 34 Einzelschützen und acht Teams am diesjährigen Pokalschießen teil.
Die Sieger wurden mit kleinen Präsenten geehrt. Und die Erstplatzierten erhielten zusätzlich den besonderen Keiler-Wanderpokal der JVL.
Einzelwertung:
1. Matthias Schorr – 133 Punkte
2. Florian Rausch (Rebgeshain) – 123 Punkte
3. Stefan Leidorf – 121 Punkte
Mannschaftswertung:
1. „Fell“-Jäger – 346 Punkte
2. Jäger & Co – 336 Punkte
3. Altenschlirf Süd – 293 Punkte
Jägerschlag und Ehrungen
Ein Höhepunkt des Abends war die feierliche Übergabe der Jägerbriefe an die Absolventinnen und Absolventen des Kurses 2024/25. Unter den Signalen des Bläsercorps wurde der traditionelle Jägerschlag vollzogen.
Folgende Jungjägerinnen und Jungjäger erhielten ihren Jägerbrief:
- Katharina von Alt
- Niklas Georg
- Maximilian Hübner
- Benjamin Jost
- Fabian Schößler
Geehrt wurden zudem mehrere langjährige Mitglieder:
- 25 Jahre: Jürgen Dietrich
- 40 Jahre: Jürgen Fornhof, Hans-Werner Lein, Georg Reis, Gerhard Schött
- 50 Jahre: Manfred Rupp
- 60 Jahre: Manfred Hesse
Verschiedenes
Ein Thema war die Beteiligung von Jagdgenossenschaften an Hegegemeinschaftsversammlungen. Diese ist regional sehr unterschiedlich – eine stärkere Teilnahme wurde von allen anwesenden Hegeringleitern ausdrücklich begrüßt, da sie für die gemeinsame jagdliche Arbeit vor Ort von großer Bedeutung ist. Weitere Anträge oder Anfragen lagen nicht vor.
Den musikalischen Schlusspunkt setzte das Bläsercorps mit dem traditionellen Jagdsignal zum Ende der Versammlung.


